Tagebuch aus dem Lockdown: Isolation oder Gemeinschaft?

Ein Essay.

30.11.2020, Tag 13

Corona zwingt uns dazu, uns selbst zu isolieren, abgeschieden von Menschen zu leben, Menschen die wir lieben, Menschen die wir nicht mögen, aber vor allem zwingt es uns dazu, nicht mehr Teil einer Gemeinschaft und einer sozialen Struktur zu sein.

Dabei sind wir als Menschen nicht auch Lebewesen, die einer Gemeinschaft angehören und diese brauchen?

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„Es riecht nach Faschismus in dieser Zukunft.“

Gerardo Oettinger ist Dramaturg und Theaterregisseur in Santiago de Chile. In seinem Essay beschreibt er die aktuelle Situation in Chile, die Theaterproduktion und was sich für ihn durch Corona geändert hat.

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Ich weiß nicht

Tagebuch einer manisch-depressiven Persönlichkeit 23

Ich weiß nicht, ich weiß doch auch nicht, hab ich immer in der Therapie gesagt. Aber wenn schon Paul Watzlawick gesagt hat, dass es keine objektive Wirklichkeit gibt, was kann ich dann tatsächlich wissen über mich und die anderen?

Gar nichts oder?

Wenn wir im Delirium gefangen sind, von subjektiven Wahrheiten, welche Wahrheit machst du zu deiner? Deine eigene wäre wohl die richtige Antwort, oder eben auch die falsche.

Genau das mein ich ja mit Zerissenheit.

Wieso versteht mich bloß niemand?
Haha selbst erklärender Witz irgendwie, oder nicht?

Warum kommst du nicht einfach vorbei und ich zeig dir was ich mein?
Aber nein, es ist zu spät, jeder hat was dazu gelernt und jetzt sind wir zwei Sterne die um die Sonne kreisen.

road to nowhere

Tagebuch einer manisch.depressiven Persönlichkeit 22

Ja, ins nirgendwo führt das alles hin, genau. Warum, weiß ich auch nicht recht aber das Kiffen stört mich mittlerweile mehr an mir selber als mein Körper und ich bin eine Frau. Laut jedem Klischee, mag eine Frau ihren Körper nämlich sowieso nie so recht. Frauen sind grundsätzlich immer unzufrieden mit sich selbst und arbeiten ständig an sich. Ich frage mich nur, wo soll die ganze Arbeit hinführen? Ins KZ?

Ich übertreibe nicht maßlos, nein, in diesem Fall nicht. Ich übertreibe wenn’s um’s Kiffen geht oder um Exzesse im Allgemeinen, aber nicht, wenn es um Klischees geht. Noch ein Klischee über Frauen ist ja, dass sie hysterisch sind oder noch schlimmer, manche sogar Hexen.

Okay, das mit den Hexen trifft heutzutage eher auf EsoterikerInnen zu. Trotzdem, ich glaube, ihr wisst, worauf ich hinaus will. Falls nicht, hab ich was verpasst, nicht ihr. Im Verpassen bin ich nämlich auch nicht so schlecht, hingegen der Klischees. Ich verpasse regelmäßig wichtige Termine oder sage sie in letzter Sekunde ab.

Überhaupt frage ich mich gerade warum ich überhaupt schon wieder beim Kiffen bin und nicht mit anderen Dingen beschäftigt? Vielleicht damit ich schreiben kann? Brauch ich das Kiffen jetzt sogar schon um kreativ zu werden?

(c) Tommy Guerrero

neben mir

Tagebuch einer manisch-depressiven Persönlichkeit 21

Du liegst neben mir aber es fühlt sich an als wärst du Meilen weit weg. Lieber würde ich alleine hier liegen, hab mich daran gewöhnt. Ich ertrag keine Gesellschaft, nicht mal meine eigene.

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